Apportieren durch den Hund

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Apportieren kommt von dem lateinischen Wort „apportare“ und bedeutet soviel wie „heranbringen“. In der heutigen Zeit wird das Apportieren als das Heranbringen eines Gegenstandes bezeichnet, der vom Herrchen zu dem Zwecke geworfen wurde.

Das Apportieren teilt man in zwei Lernphasen auf. Zum ersten in den Beziehungsaufbau zwischen dem Hund und dem Gegenstand, den er holen soll, in dem er jedes Mal kräftig gelobt wird, wenn er ihn holt. Am Anfang sollte man beispielsweise mit seinem Lieblingsspielzeug anfangen, damit er schon eine gewisse Beziehung zu dem zu bringenden Gegenstand hat. Die zweite Lernphase bezieht sich darauf, den Ablauf „Aufnehmen , Halten , Tragen , Bringen , Ausgeben“ zu erlernen.

Um einem Hund das Apportieren beizubringen, sollte er über einen gewissen Grundgehorsam verfügen. Denn wenn er noch zu klein und vielleicht noch sehr verspielt ist, wird es eine schwierige bis unlösbare Aufgabe sein, ihm das Apportieren beizubringen.

Hat der Hund diesen Grundgehorsam, kann man ihn in langsamen Schritten an das Apportieren heranführen. Dazu macht man ihn mit einem Gegenstand vertraut oder benutzt, wie bereits oben geschrieben, ein Lieblingsspielzeug, welches er seinem Herrchen bringen soll.

Am besten übt man dann mit dem Hund erst einmal in einer ruhigen Umgebung ohne Ablenkung, dass er diesen Gegenstand auf Befehl hin bringt und dann, wenn es ihm gesagt wird, den Gegenstand ohne Probleme übergibt oder ihn vor den Füßen des Herrchens ablegt.

Besonders das Abgeben des Gegenstandes sollte gut geübt werden, denn dies ist nicht nur für das Apportieren wichtig. Wenn Hunde ein wenig frei in einem Park oder Garten laufen dürfen, dann kann es schon einmal passieren, dass sie Gegenstände finden und ins Maul nehmen, die gefährlich sein können. So zum Beispiel wäre das Aufnehmen von Glasscherben oder weggeworfenen Metalldosen mit scharfen Kanten ein hohes Risiko. Der Hund könnte sich verletzen und sich gegebenen Falls durch Dreck und Bakterien infizieren. Deshalb sollte man dem Hund beibringen, dass er sofort das im Maul befindliche herauszugeben hat, wenn  es ihm gesagt wird, so kann man dieses Risiko schon einmal gewaltig mindern.

Wenn der Hund dann diese Grundübungen des Apportierens beherrscht und man ihn vielleicht auch mittlerweile schon andere Gegenstände holen lassen kann, dann verlässt man mit ihm die heimischen Räume und gehen mit ihm hinaus. Nun kann man versuchen, ihn in einer anderen Umgebung mit eventueller Ablenkung apportieren zu lassen. Dazu wirft man dem Hund einen Stock oder einen kleinen Ball. Wenn er diesen holen kann, ohne sich beispielsweise von anderen Menschen oder Hunden ablenken zu lassen, dann können Sie davon ausgehen, dass er das Apportieren sehr gut beherrscht.

Ein Apportieren mehrerer Gegenstände gleichzeitig ist dann auch einen Versuch wert. Nötig ist dies nicht immer, doch versuchen kann man es. Es steigert nicht nur den Arbeits- und Spieltrieb des Hundes, sondern er lernt auch viel dabei.

Apportieren ist also durchaus etwas, was jeder Hund beherrschen sollte.
Und wenn man doch selbst nicht richtig damit klar kommt, seinem Hund das Apportieren beizubringen, dann kann man sich an Hundeschulen oder spezielle Trainer wenden, die dann bei der Ausbildung des Hundes zur Seite stehen und helfen.

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